Kommunalwahl 2018 – Andreas Sickmüller besucht die Gemeinde Posterstein-Heukewalde bezüglich der K502


KREISSTRASSE 502 Posterstein-Heukewalde

Die Mail des ehemaligen Ortsbürgermeisters einer Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental, erreichte mich am vergangenen Freitag. Sie klang ziemlich „angesäuert“, darüber, dass man sich im südlichen Zipfel des Landkreises wohl ähnlich stiefmütterlich behandelt fühlt, wie man das im ABGer-Landratsamt gerne der Landesregierung in Erfurt zum Landkreis selbst vorhält. Der Auslöser, über die der Mail zu entnehmende Verärgerung ist der Zustand der Kreisstraße 502 von Posterstein nach Heukewalde.

Am Samstag nahm ich zusammen mit den Sprottentälern die beklagte Kreisstraße in Augenschein. Und in der Tat, das ist ein ganz schöner Acker! Die Verbindungsstraße von Posterstein nach Heukewalde wird nicht nur von den Anwohnern, sondern auch vom Schulbus und der Landwirtschaft der schönen Südregion des Altenburger Landes genutzt. Und ohne Übertreibung, ist sie sicher eine der schlimmsten, mir bekannten Straßen im Landkreis (noch schlechter dürfte nur die L1357 (Landstraße) von Beiern an der Landesgrenze zu Sachsen nach Niedersteinbach sein).
Eine bessere Alternativstrecke von Heukewalde nach Posterstein führt nur mit Kilometer langem Umweg über die A4/Anschlussstelle Schmölln.

Interessant war das Gespräch zur K 502 gerade auch deshalb, weil in der vergangenen Kreistagssitzung von den Fraktionen die mangelnde Aktualität des Kreisstraßenzustandsberichts kritisiert wurde und, dass die Aufmerksamkeit dieses wichtigen Infrastruktur-Bereichs im Landratsamt ein stiefmütterliches Dasein fristet. In diesem Bericht werden sicher noch weitere solcher „Straßen-Leichen“ zu befürchten sein. Jedenfalls waren die Gesprächspartner vor Ort erst einmal nur froh darüber, dass Ihnen überhaupt mal jemand zu diesem Thema zugehört hat. Das zeigt, dass es sicher gerade in der „Südregion“ Verbesserungspotential im Kontakt mit den Bürgern zu geben scheint.

Ein weiterer Gesprächspunkt war die Flächenausweisung, die man im Gebiet für Windkraftanlagen vornehmen muss. Die Gesprächspartner konnten ihre Abneigung gegen die Windmühlen nicht lange verbergen. Auf dem Heimweg durch Nöbdenitz mit Umweg über Löbichau, stellte ich dann fest, dass man dieser unsinnigen Energieform dort ebenso gegenübersteht, wie zuvor unterhalb der A4. Viele Anti-Windmühlen-Schilder zeugen vom Engagement entsprechender Bürgerinitiativen.

Man kann nur hoffen, dass der nächste Landrat alles tut, um diese sinnlose Steuergeldverteilung, die auf dem Rücken der Stromverbraucher ausgetragen wird, im Landkreis zu verhindern. Als gelernter Elektroinstallateur weiß ich, dass diese Form der Energiegewinnung ökologisch und ökonomisch unsinnig ist. Sie verursacht sogenannten Zappelstrom, der dazu führt, dass wenn bei starkem Wind zu viel Energie vorhanden ist, der Strompreis ins Negative fällt. Man also tatsächlich Geld bekommt, wenn man Energie abnimmt. Finanziert wird das ganze über die EEG-Umlage, -der als Steuer in der Stromrechnung nochmal eine Steuer (Mehrwertsteuer => auf EEG-Steuer) draufgebrummt wird.
Wenn die Anlagen dann in 20 Jahren ausgedient, und die Betreiber GmbH´s bankrott sind, werden die Kosten für den Windmühlen-Rückbau dann wieder über den Steuerzahler sozialisiert.

Andreas Sickmüller im Internet: www.andreas-sickmüller.de

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